Wenn du dir bereits ein schönes Schachbrett ausgesucht hast, dann musst du dir nun auch noch Schachfiguren kaufen. Denn ohne Schachfiguren kann man natürlich nicht Schach spielen.

Damit es auf deinem Schachbrett möglichst harmonisch zugeht, solltest du darauf achten, dass die Schachfiguren von der Größe her zu deinem Schachbrett passen.

Welche unterschiedlichen Schachfiguren gibt es?

Ähnlich wie Schachbretter können auch Schachfiguren in allerlei unterschiedlichen Formen, Farben, Größen und Materialien daherkommen. Bei einem komplette Schachspiel und auch meistens bei einem Schachcomputer sind bereits alle Komponenten vorgegeben. Der Vorteil einzelner Schachfiguren ist jedoch, dass du hierbei deinen persönlichen Geschmack mit einfließen lassen kannst.

Schachfiguren können aus Holz, Kunststoff, Metall, Stein, Glas, Marmor und einigen weiteren Materialien bestehen. Für besondere Anlässe und Überraschungen gibt es sogar Schachfiguren aus Schokolade und Marzipan.

Gesichtet wurden auch schon Schachfiguren aus Kerzenwachs. Der Fantasie sind also keinerlei Grenzen gesetzt und die Hersteller von Schachfiguren können ihre Kreativität nach Lust und Laune ausleben.

Wenn du aber bereits über ein klassisches Schachbrett aus Holz verfügst, dann möchtest du dir bestimmt keine extrem ausgefallenen Schachfiguren kaufen, sondern lieber solche, die auch zu deinem Schachbrett passen.

Staunton-Figuren

In unserer heutigen Zeit haben sich die so genannten Staunton-Figuren breitflächig durchgesetzt. Die Verwendung von Staunton-Figuren werden seit seiner Gründung auch vom Weltschachbund (FIDE) bei Turnierkämpfen empfohlen und haben sich zum Standardtyp entwickelt.

Doch was sind eigentlich Staunton-Schachfiguren?

Mit dem Begriff Staunton-Figuren bezeichnet man Schachfiguren, die eine bestimmte Form aufweisen. Staunton-Figuren wurden nach dem britischen Schachmeister Howard Staunton benannt und bereits im Jahre 1849 eingeführt.

Allerdings war es nicht Howard Staunton, der diese Schachfiguren kreiert hat. Kreiert hat die Staunton-Figuren vielmehr ein Mann namens Nathaniel Cook. Als damals führender Schachspieler war es jedoch Howard Staunton, ein Bekannter von Nathaniel Cook, der diese Schachfiguren erfolgreich propagierte und entsprechend bewarb.

Staunton-Figuren wurden vor allem aufgrund ihrer Klarheit und ihres praktischen Nutzens beliebt. Weiterhin kam diesen Schachfiguren zu Gute, dass sie relativ unkompliziert in der Herstellung waren und sind. So konnten sich die Staunton-Figuren schnell zur Massenware entwickeln, was für deren Beliebtheit natürlich sehr förderlich war.

Heutzutage sieht man Staunton-Figuren auf vielen Schachbrettern dieser Welt. Möchte man heute Schachfiguren kaufen, dann fällt die Wahl häufig auf Staunton-Figuren.

Der Aufbau von Schachfiguren

Der Aufbau von Schachfiguren ist relativ einfach. Damit Schachfiguren möglichst leicht und angenehm über das Schachbrett gleiten, befindet sich bei vielen Schachfiguren auf der Unterseite eine aufgeklebte Schicht aus Filz, ein so genannter Filzgleiter. Hierbei handelt es sich in der Regel aus grünem Filz.

Wichtig für eine angenehme Führung der Schachfiguren ist weiterhin eine ausgewogene Gewichtung der Schachfiguren. Das bedeutet, dass Schachfiguren ein angenehmes Gewicht haben sollten, welches ihre Wertigkeit angemessen unterstreicht.

Gut gewichtete Schachfiguren liegen gut in der Hand und lassen sich angenehm auf dem Schachbrett bewegen. Um eine solche Gewichtung zu erreichen, befinden sich im Inneren von Schachfiguren oft kleine Gewichte.

Aufbewahrung von Schachfiguren

Schachfiguren können auf unterschiedlichen Arten aufbewahrt werden. So stilvoll wie ein Schachbrett samt seiner Figuren daherkommt, sollte auch die Aufbewahrung der Schachfiguren sein.

Idealerweise werden Schachfiguren in einer extra zu diesem Zweck hergestellten Box aus Holz aufbewahrt. Aber selbstverständlich sind auch andere Arten der Aufbewahrung denkbar. Wichtig ist, dass Schachfiguren stets so aufbewahrt werden, dass sie nicht verloren gehen und zu jeder Zeit einsatzbereit sind.

Nicht ist ärgerlicher, als wenn bei einem Set aus Schachfiguren plötzlich eine bestimmte Figur fehlt. Häufig ist dann nämlich ein neues Set fällig und man muss sich neue Schachfiguren kaufen.

Die Aufbewahrung von Schachfiguren sollte man also nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern nach jedem Spiel darauf achten, dass alle Figuren ordnungsgemäß verstaut werden.

So wird gewährleistet, dass man möglichst lange Spaß an seinen Schachfiguren hat.

Größe von Schachfiguren

Die Größe von Schachfiguren sollte sich maßgeblich an der Größe des Schachbretts orientieren. Natürlich ist auch der umgekehrte Fall möglich, nämlich dass sich die Größe des Schachbretts nach der Größe der Schachfiguren richtet.

Nichts wirkt unharmonischer, als wenn Schachfiguren nicht zum Schachbrett passen. Für viele Schachspieler ist eine gewisse Harmonie auf dem Brett jedoch wichtig.

Möchte man sich Schachfiguren kaufen, stellt man schnell fest, dass bei den einzelnen Sets oft die Höhe des Königs angegeben wird. Das liegt daran, dass nach einer Faustregel der König eine Höhe von 8,5 bis 10,5 cm haben sollte.

Damit sich die Schachfiguren harmonisch auf einem Schachfeld platzieren lassen, sollte weiterhin die Kantenlänge eines Feldes doppelt so groß sein wie der Fußdurchmesser eines Bauern.

Schachfiguren nach FIDE Standards

Mächte man es ganz genau nehmen, so kann man sich auch am FIDE-Handbuch über Schachmaterial orientieren.

Dort wird für jede Schachfigur eine bestimmte Höhe empfohlen. Diese Empfehlung lautet:

  • Der König sollte eine Höhe von 9,5 cm haben.
  • Die Dame sollte eine Höhe von 8,5 cm haben.
  • Der Läufer sollte eine Höhe von 7 cm haben.
  • Der Springer sollte eine Höhe von 6 cm haben.
  • Der Turm sollte eine Höhe von 5,5 cm haben.
  • Der Bauer sollte eine Höhe von 5 cm haben.

Auch zum Durchmesser der Schachfiguren findet man dort eine Empfehlung. Demnach soll der Durchmesser des Fußes der Schachfigur 40-50 Prozent von der Höhe betragen.

Grundsätzlich könnte die Maße aber durchaus 10% von den empfohlenen Maßen abweichen, so die FIDE. Allerdings sollen die Dimensionen eingehalten werden, so dass zum Beispiel der König höher als die Dame sein soll.

Auch die FIDE empfiehlt die hier bereits besprochenen Staunton-Figuren, welche so geformt sein sollen, dass sie sich leicht voneinander unterscheiden lassen.

Möchte man sich privat Schachfiguren kaufen, dann muss man sich natürlich nicht an diese Empfehlungen halten. Einen Fehler macht man damit allerdings nicht. Denn mit Schachfiguren, die sich an die FIDE Empfehlungen halten, spielt man somit immer mit ähnlichem Material, wie es auch die bekannten Schachspieler bei den großen Schachturnieren tun.

Schachfiguren aus Schokolade

Eine besonders schöne Überraschung für Schachfans sind Schachfiguren aus Schokolade. Egal ob zum Geburtstag oder auch zu anderen passenden Anlässen – Schachfiguren aus Schokolade werden als dekoratives und leckeres Geschenk stets positiv aufgenommen. Und gegessen werden sie natürlich gerne.

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Aufstellung der Schachfiguren

Bevor es an das Schachspielen geht, müssen zunächst einmal die Schachfiguren richtig auf dem Schachbrett aufgestellt werden. Diese Aufstellung wird wie folgt durchgeführt:

Schachbrett richtig positionieren

Bevor es an die richtige Aufstellung der Schachfiguren geht, muss zunächst einmal das Schachbrett richtig positioniert werden. Dazu muss das Schachbrett so positioniert werden, dass jeder Spieler rechts unten ein weißes Feld vorfindet.

Schachbrett mit weißem Feld rechts unten
Schachbrett mit weißem Feld rechts unten

Schachfiguren Aufstellung der Bauern

Jede Seite erhält 8 Bauern. Die weißen Bauern werden auf der zweiten Reihe aufgestellt. Die schwarzen Bauern werden auf der siebten Reihe aufgestellt.

Schachfiguren Aufstellung der Bauern
Schachfiguren Aufstellung der Bauern

Schachfiguren Aufstellung der Türme

In der ersten und der achten Reihe werden ganz links außen und ganz rechts außen die Türme aufgestellt.

Schachfiguren Aufstellung der Türme
Schachfiguren Aufstellung der Türme

Schachfiguren Aufstellung der Springer

Neben jedem Turm wird jeweils ein Springer aufgestellt.

Schachfiguren Aufstellung der Springer
Schachfiguren Aufstellung der Springer

Schachfiguren Aufstellung der Läufer

Neben den Springern werden jeweils die Läufer positioniert.

Schachfiguren Aufstellung der Läufer
Schachfiguren Aufstellung der Läufer

Schachfiguren Aufstellung der Damen

Nun werden die Damen aufgestellt. Hier gilt die Faustregel: Die weiße Dame gehört auf ein weißes Feld und die schwarze Dame gehört auf ein schwarzes Feld.

Schachfiguren Aufstellung der Damen
Schachfiguren Aufstellung der Damen

Schachfiguren Aufstellung der Könige

Direkt neben der Dame nimmt der König seinen Platz ein.

Schachfiguren Aufstellung König
Schachfiguren Aufstellung König

Die Grundstellung der Figuren beim Schach

Nachdem alle Schachfiguren auf dem Schachbrett positioniert sind, haben wir die Grundstellung erreicht. Nun kann das Spiel beginnen.

Schachfiguren Grundstellung beim Schach
Schachfiguren Grundstellung beim Schach

Bedeutung und Wert der einzelnen Schachfiguren

Beim Schachspiel hat jeder Spieler insgesamt 16 Schachfiguren zur Verfügung. Diese Schachfiguren sind bei jedem Spieler gleich und unterscheiden sich nur durch ihre Farbe. Der Spieler mit den weißen Steinen erhält 16 weiße Schachfiguren, während der Spieler mit den schwarzen Steinen 16 schwarze Figuren erhält.

Diese 16 Schachfiguren bestehen jeweils aus einem König, einer Dame, zwei Türmen, zwei Läufern, zwei Springern und acht Bauern. Aus Sicht des Spielers mit den weißen Steinen werden die Schachfiguren wie folgt angeordnet:

Reihe a1 bis h1:
Turm, Springer, Läufer, Dame, König, Läufer, Springer, Turm.

Reihe a2 bis h2:
Bauer, Bauer, Bauer, Bauer, Bauer, Bauer, Bauer, Bauer.

Somit steht eine komplette Reihe Bauern vor den Leicht- und Schwerfiguren.

Leichtfiguren und Schwerfiguren

Beim Schach werden die Schachfiguren in Leichtfiguren, Schwerfiguren und Bauern unterteilt. Leichtfiguren sind Springer und Läufer. Schwerfiguren sind Dame und Türme.

Schwerfiguren können den gegnerischen König alleine mithilfe des eigenen Königs matt setzen, während Leichtfiguren dies nicht können. Nicht nur aus diesem Grund haben Schwerfiguren einen höheren Wert als Leichtfiguren.

Der Wert einer jeden Schachfigur wird in Bauerneinheiten berechnet. Eine Bauerneinheit hat den Wert eines Bauern. Die unterschiedlichen Schachfiguren haben folgenden Wert:

  • Ein Springer hat den Wert von 3 Bauern
  • Ein Läufer Läufer hat den Wert von 3 Bauern
  • Ein Turm hat den Wert von 5 Bauern
  • Die Dame hat den Wert von 9 Bauern

Da der König nicht geschlagen werden kann und sich somit immer auf dem Brett befindet, wird dem König kein Wert zugeteilt.

Der Wert einer Schachfigur ist jedoch nur ein grober Anhaltspunkt. In der Praxis entscheidet meist die Position der jeweiligen Figur über deren Wert.

So kann es zum beispiel sein, dass ein weit vorgerückter Bauer einen deutlich höheren Wert in der Position hat, als zum beispiel ein Turm, Springer oder Läufer. Je nachdem wie sich die Position verändert, kann sich entsprechend auch der Wert der Figur für den Spieler verändern.

Der oben angeführte theoretische Wert in Bauerneinheiten gemessen, bleibt jedoch immer gleich und verändert sich nie.

In der folgenden Tabelle findest du noch einmal alle Schachfiguren einschließlich Abbildung, Anzahl und Wert am Beispiel der schwarzen Steine in der Übersicht:

Abbildung Name Anzahl Wert
König König (King) 1 0
Dame Dame (Queen) 1 9
Turm Turm (Rook) 2 5
Läufer Läufer (Bishop) 2 3
Springer Springer (Knight) 2 3
Bauer Bauer (Pawn) 8 1

Die Zugweise der Schachfiguren

Fängt man an Schach zu spielen, lernt man zunächst einmal die Zugweise der einzelnen Schachfiguren. Denn tatsächlich unterscheidet sich die Zugweise der einzelnen Figuren beträchtlich. Die Zugweise legt fest, wie sich die Schachfigur über das Brett bewegen kann.

König

Die Zugweise des Königs ist schnell erlernt. Der König kann pro Zug immer nur 1 Feld gerade oder diagonal ziehen.

Die einzige Ausnahme dieser Regel ist die Rochade, bei welcher der König zwei Schritte auf den Turm zumacht, während im gleichen Spielzug der Turm über den König auf dessen direktes Nachbarfeld gesetzt wird.

Bei der Rochade unterscheidet man zwischen der kurzen und der langen Rochade. Die kurze Rochade spielt sich am Königsflügel ab, während die lange Rochade am Damenflügel durchgeführt wird.

Dame

Die Dame kann sich als stärkste Figur auf dem Schachbrett sowohl gerade als auch diagonal beliebig weit bewegen, so lange ihr keine andere Figur im Weg steht.

Turm

Als zweitstärkste Figur auf dem Brett kann sich der Turm auf gerader Linie beliebig weit bewegen, so lange ihm keine andere Figur im Weg steht. Eine Ausnahme dieser Regel gilt nur bei der bereits genannten Rochade, die in Verbindung mit dem König stattfindet.

Läufer

Der Läufer kann sich auf seiner Diagonalen beliebig weit bewegen, so lange ihm keine andere Figur im Weg steht. Dadurch, dass sich Läufer nur diagonal bewegen können, sind Läufer die einzigen Schachfiguren, die während des ganzen Spiels immer auf den Felder ihrer Ausgangsfarbe bleiben.

Springer

Der Springer zieht zwei Felder gerade und danach ein Feld im rechten Winkel nach rechts oder links. Besonders hierbei ist, dass der Springer mit seinem Zug auch über andere Figuren springen kann. Daher hat der Springer auch seinen Namen.

Bauer

Von seiner Grundposition aus kann der Bauer entweder ein oder zwei Felder nach vorne gehen. Danach kann der Bauer bei jedem Zug nur noch ein Feld nach vorne gehen. Zurück ziehen kann der Bauer nicht. Andere Figuren kann der Bauer nur schräg (diagonal) links oder rechts schlagen.

Eine Besonderheit beim schlagen anderer Schachfiguren existiert für den Bauer jedoch. Diese Besonderheit nennt sich „en passant“ und bedeutet, dass der Bauer einen anderen Bauern im vorübergehen schlagen kann, wenn dieser von seiner Startposition heraus durch einen Doppelschritt über den Schlagbereich hinaus zieht.

In der Praxis sieht das dann so aus, als ob der gegnerische Bauer sich anstatt zwei, nur ein Schritt auf den Bauern zubewegt hätte.

Fazit zum Schachfiguren kaufen

Möchte man sich neuen Schachfiguren kaufen, sollte man einige Punkte beachten. Wichtig ist, dass die Schachfiguren von ihren Dimensionen her zu dem verwendeten Schachbrett passen. Eine passende Schachuhr ist optional.

Außerdem sollten die Schachfiguren gut gewichtet sein, also angenehm in der Hand liegen und gut zu führen sein.